
Im Landquart Fashion Outlet an der A13 baute Energie 360° den grössten Schnellladepark der Schweiz. Seit dem 1. März 2026 stehen dort 30 Ladepunkte zur Verfügung – vom AC-Ladepunkt für längere Aufenthalte bis zum Schnelllader, betrieben mit 100 % erneuerbarem Strom. Damit der Ladepark unabhängig vom Gebäudenetz betrieben werden kann, baute Energie 360° zudem eine provisorische Trafostation.
Im Endausbau sollen zwei 1'600-kVA-Transformatoren je eine eigene Niederspannungs-Hauptverteilung (NSHV) speisen. Diese beiden NSHV sollen sich im Notfall zusammenschalten lassen, falls einer der beiden Trafos ausfällt. Bis die definitive Trafostation steht, läuft der Betrieb über zwei Provisorien: einen 630-kVA-Trafo für die ersten beiden 400-kW-Ladecabinets sowie einen bestehenden 400-A-Abgang ab der Hauptverteilung des Parkhauses.
Eduard Burkart, Projektleiter Elektromobilität bei Energie 360°, kontaktierte CLEMAP im November 2025 mit der Anforderung, das Lastmanagement an zwei Messstellen – dem 630-kVA-Provisorium und dem bestehenden Abgang ab der Parkhaus-Hauptverteilung – sowie später an der definitiven Netzstruktur mit denselben Geräten abzubilden. Im definitiven Ausbau soll zudem die Energie der beiden NSHV zusammengelegt werden können, falls ein Trafo ausfällt.
Der initiale Endausbau umfasst 2 × Autel AC-Ladestationen (4 AC-Ladepunkte), 5 × Alpitronic HYC50 (10 DC-Ladepunkte) und 16 × Kempower-Satelliten (16 DC-Ladepunkte) – zusammen 30 Ladepunkte: 16 Schnellladepunkte bis 150 kW, 10 Ladepunkte bis 50 kW und 4 AC-Ladepunkte für längere Standzeiten.
Energie 360° installierte zwei CLEMAP Load Management 2000A – je eines an den beiden oben beschriebenen Messstellen. Zusätzlich erfasst CLEMAP die Leistung mehrerer Transformatoren addiert und begrenzt diese zentral auf einen definierten Gesamtwert («Multitrafo»). Damit lässt sich eine Überlastung am Netzanschlusspunkt vermeiden, auch wenn mehrere Trafos gleichzeitig im Spiel sind.
Die einzelnen Ladestationen – die Autel-AC-Stecker sowie die Alpitronic- und Kempower-DC-Stecker – werden darüber hinaus einzeln über das Webportal Floem von CLEMAP gesteuert. So lässt sich die Last über die 30 Ladepunkte verteilen und priorisieren, unabhängig davon, ob aktuell die provisorische oder die definitive Netzstruktur in Betrieb ist.
Der Ladepark ist seit dem 1. März 2026 in Betrieb – nach einer Bauzeit von 2½ Monaten. Die Inbetriebnahme verlief nach Plan. Der anspruchsvolle Teil kommt erst mit der definitiven Trafostation, wenn die Multitrafo-Funktion unter realen Bedingungen mit zwei 1'600-kVA-Trafos in Betrieb geht.
«Bis dato lief alles so, wie es sollte. Ich war positiv überrascht, dass es so reibungslos ging – wir waren am 1.3.2026 ready mit einer Bauzeit von 2½ Monaten. Wir sind überzeugt, dass das Ladekonzept auch mit dem definitiven Trafo reibungslos funktionieren wird.»— Eduard Burkart, Projektleiter Elektromobilität, Energie 360°